Magersucht

Anorexia nervosa

 
 

MAGERSUCHT IST EINE PSYCHISCHE STÖRUNG AUS DEM BEREICH DER SEELISCH BEDINGTEN ESSSTÖRUNGEN, DIE Die Nahrungszufuhr auf ein Minimum reduziert. Die betroffenen leiden an einer Körperschemastörung – Sie nehmen sich trotz ihres Untergewichts als zu dick wahr.

Die Gedanken der Kranken sind eingeengt und drehen sich nur um die Themen Ernährung und Gewicht. Bis zu 15% der Erkrankten sterben daran. Entweder durch Infektionen, Herzprobleme oder auch durch Selbstmord. Die Kranken sind sehr kälteempfindlich und sie haben oft eine niedrige Körpertemperatur, weil der Körper den Stoffwechsel nach unten fährt. Es kommt ausserdem zu Wachstumsstop, fehlender Brustentwicklung, kindlichen Genitalien und Ausbleiben der Regelblutung. 

 
 

Ursachen

  • Erbliche Disposition
  • Mangelndes Selbstwertgefühl
  • Gesellschaftliche Faktoren, z.B. sehr großes Schlankheitsideal 
  • Mobbing 
  • Psychische Traumatisierungen wie sexueller Missbrauch oder Misshandlung 
 
 

Körperliche Folgen

  • Verlangsamter Herzschlag 
  • Niedriger Blutdruck 
  • Veränderungen bei Erregung des Herzmuskels 
  • Herzrhythmusstörungen worauf ein plötzlicher Herztod folgen kann 
  • Unfruchtbarkeit - Osteoporose mit erhöhtem Risiko auf Knochenbruch 
  • Zahnerosionen durch Magensäure, Kariers 
  • Chronische Verstopfung, Magenkrämpfe, Übelkeit, Nierenversagen, Blasenschwäche
  • Wachstum von Lanugohaaren (Haarflaum der normal den Fetus im Bauch der Mutter bedeckt) 
 
 
 

KRITERIEN DER ICD-10

Das Körpergewicht liegt mindestens 15 % unter dem erwarteten oder unter BMI von 17,5. Der Gewichtsverlust ist selbst herbeigeführt durch das Vermeiden von hoch kalorischen Speisen, Einschränkungen der Nahrungsaufnahme und eine oder mehrere der folgenden Möglichkeiten:

  • selbst herbeigeführtes Erbrechen
  • selbst herbeigeführtes Abführen
  • übertriebene körperliche Aktivitäten
  • Gebrauch von Appetitzüglern und/oder Entwässerungsmitteln

Eine Körperschemastörung: Die Angst zu dick zu werden besteht als eine tief verwurzelte überwertige Idee. Die Betroffenen legen eine sehr niedrige Gewichtsschwelle für sich selbst an. Es besteht eine so genannte endokrine Störung, die insbesondere die Hormonproduktion betrifft: Diese ist verringert und führt bei Frauen zu einem Aussetzen der Regelblutung (Amenorrhö), bei Männern zu einem Verlust von sexuellem Verlangen und Potenz. Beginnt die Erkrankung vor der Pubertät, sind die entsprechenden Entwicklungsschritte verzögert oder gehemmt. Dies zeigt sich z.B. in einem Wachstumsstop, fehlender Brustentwicklung, Ausbleiben der Regelblutung, kindlichen Genitalien.

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