Behandlungsmodell

 
 

Der zugrunde liegende Behandlungsprozess BZW. die Übliche Behandlungsstrategie nach den Richtlinien des Bundes Fachverbandes E.V. bei Essstörungen

Hier möchten wir Ihnen unseren bevorzugten Behandlungsablauf vorstellen. Dieser Ablauf stellt sicher, dass für jeden Patienten eine individuell angepasste Behandlungsstrategie erstellt werden kann. Dabei legen wir großen Wert darauf die Bedürfnisse der Patienten zu berücksichtigen und sowohl medizinisch als auch wirtschaftlich die optimale Lösung zu finden.

 
 
Behandlungsmodell bei BFE
 
 

/ Der Erstkontakt (Clearing)

Üblicherweise nehmen Betroffene oder deren Angehörige telefonisch, via Internet oder über eine ambulante Einrichtung Kontakt mit einer Beratungsstelle oder einem Therapeuten auf. Im Erstgespräch werden klärende Fragen zu einer Vielzahl relevanter Informationen gestellt, um dann gezielt auf die Patienten und die Situation eingehen zu können. Es wird beispielsweise festgestellt, ob und wenn ja, welche Essstörung vorliegt, es werden erste Informationen ausgetauscht und eine Vertrauensbasis wird geschaffen. Danach wird der Kontakt zu einer passenden Beratungsstelle mit Experten hergestellt.

Oft wenden sich jedoch Betroffene und/oder Angehöriger erst in einer akute Krisen an beratende Einrichtungen. Diese können aber in akuten Situationen nicht helfen. Daher ist es tatsächlich am besten sich in einer Krisensituation an speziellen Krisendienst/Krisenintervention oder an das nächste Krankenhaus zu wenden.

 
 

/ Die Beratung

Die Beratungsstellen bieten eine Vielzahl verschiedener Beratungsformen an. Hierbei wird unterschieden zwischen Betroffenen und deren Angehörigen und Freunden. Da die Beratung eine sehr individuelle und persönliche Angelegenheit ist, wird die Form der Beratung oft von der Person nach eigenen Vorlieben und Interessen gewählt. In der Beratungsstelle werden bei weiteren Gesprächen die Bedürfnisse des Betroffenen ermittelt und gemeinsam ein Therapeut bzw. eine Therapieform ausgewählt und evtl. auch organisiert.

 
 

Krisenintervention

 
 

Kriesenintervention – in Akuten Notsituationen

Die Krisenintervention ist für eine kurzfristige Einflussnahme von außen auf eine Person zuständig. Er greift ein, wenn sich eine Situation für eine Person akut Lebensbedrohlich zuspitzt. Das Ziel der Intervention ist, eine kritische Entwicklung zur möglichen Katastrophe aufzuhalten und zu bewältigen.

 
 

Bitte wenden Sie sich in akuten Notsituationen telefonisch an die Rettungsleitstelle unter:

Notrufnummer:  112

 
 

Beratungsgespräche

 
 

Das klassische Beratungsgespräch

In der Gesprächs-Beratung führen Sie mit einem ausgebildeten Berater ein strukturiertes Gespräch über ein praktisches Anliegen. Im Wesentlichen werden hier Informationen ausgetauscht und praktische Tipps gegeben. Das Gespräch hat das Ziel, ein Problem zu lösen oder sich der Lösung anzunähern und verschieden Lösungswege aufzuzeigen. Oft bietet das Gespräche eine erste emotionale Stütze und motiviert weiter an der Lösung zu arbeiten. 

 
 

Ablauf Checkliste

    • Kontakt mit Beratungsstelle aufnehmen. Beratungsstellen finden Sie unter auf unserer Internetseite im Mitgliederverzeichnis
    • Erstgespräch führen (kann telefonisch oder via E-Mail stattfinden). 
    • Die Beratungsstelle vermittelt Sie an eine passende Einrichtung in Ihrer Nähe weiter.
    • Kontakt zu Beratungsstelle aufnehmen.
    • Beratungstermin vereinbaren.
    • In einem ca. 60 min Gespräch sich beraten lassen und neue Lösungswege finden.
    Im Normalfall fallen keine Kosten für die Teilnahmen an einem Beratungsgespräch an.
 
 

Gruppenangebote

 
 

GruppenBeratungen

Angebot für Gruppen wie z.B. Familen oder Freunde

 
 

Therapievermittlung

 
 

Reine Therapievermittlung

In der Therapievermittlung wird Ihnen geholfen, das geeignete Unterstützungsangebote zu finden. Sobald im Beratungsgespräch geklärt wurde, welche Therapieangebote Ihnen derzeit am besten weiterhelfen können, erhalten Sie die entsprechenden Adressen von Therapeuten, Kliniken oder anderen Stellen.

 
 

Ablauf Checkliste

        • Kontakt mit Beratungsstelle aufnehmen. Beratungsstellen finden Sie auf unserer Internetseite im Mitgliederverzeichnis  
        • Erstgespräch führen (kann telefonisch oder via E-Mail stattfinden). 
        • Sie erhalten die Kontaktdaten einer Therapie-Vermittlungsstelle in Ihrer Nähe.
        • Kontakt zur Therapie-Vermittlungsstelle aufnehmen.
        • Termin vereinbaren.
        • In einem ca. 30 min Gespräch werden die für Sie passenden Angebot ermittelt.
      Im Normalfall fallen keine Kosten für die Therapievermittlung an.
 
 

Selbsthilfegruppen

 
 

Selbsthilfegruppen

In einer Selbsthilfegruppe versammeln sich Menschen, die das gleiche oder ein ähnliches Problem mit Ihnen Teilen und gemeinsam etwas dagegen bzw. dafür unternehmen möchten. 

Im Wesentlichen werden hier Informationen und Erfahrungen ausgetauscht und praktische Tipps zur Lebenshilfe gegeben. Außerdem hilft der Austausch mit "Freunden" und Gleichgesinnten bei der Verarbeitung von Problemen und bietet emotionale Unterstützung und Motivation. Außerdem können Selbsthilfegruppen (in unterschiedlichem Grad) die Belange ihrer Mitglieder, in der Politik, durch Öffentlichkeits- und Aufklärungsarbeit und durch die Unterstützung von Forschungsprojekten vertreten.

 
 

Ablauf Checkliste

    • Kontakt mit Beratungsstelle aufnehmen. Beratungsstellen finden Sie auf unserer Internetseite im Mitgliederverzeichnis
    • Erstgespräch führen (kann telefonisch oder via E-Mail stattfinden). 
    • Die Beratungssammelstelle vermittelt Sie an eine passende Selbsthilfegruppe in Ihrer Nähe weiter.
    • Kontakt zur Selbsthilfegruppe aufnehmen.
    • Gemeinsam mit ihrem Ansprechpartner abklären, ob die Selbsthilfegruppe wirklich die richtige für sie ist.
    • Ihr Ansprechpartner führt Sie in einem der Treffen in die Gruppe ein.

Im Normalfall fallen keine Kosten für die Teilnahmen an einer Selbsthilfegruppe an.

 
 

Angebote für Angehörige

 
 

Beratungen, Gruppenberatungen und Workshops für Angehörige

Diese Angebote richten sich an Angehörige, Partner und Geschwister von Betroffenen, die sich intensiv mit der eigenen Situation auseinandersetzen wollen und Unterstützung suchen.  Es gibt verschiedene Möglichkeiten sich mit der Situation zu befassen. Die Angebote reichen von einer normalen Beratung bis hin zu verschiedenen Workshop angeboten und Vorträgen von unterschiedlichen Einrichtungen und Anbietern.

 
 

Ablauf Checkliste

    • Kontakt mit Beratungsstelle aufnehmen. Beratungsstellen finden Sie auf unserer Internetseite im Mitgliederverzeichnis
    • Erstgespräch führen (kann telefonisch oder via E-Mail stattfinden). 
    • Die Beratungssammelstelle findet für Sie das passende Angebot in Ihrer Nähe.
    • Kontakt zu entsprechender Einrichtung aufnehmen.
    • Gemeinsam mit ihrem Ansprechpartner abklären, wann Sie am gewünschten Angebot teilnehmen können, welche Voraussetzungen Sie dafür erfüllen Müssen und wie die Maßnahme abläuft. Ebenso werden mit Ihnen mögliche Kosten besprochen.

Im Normalfall fallen keine Kosten für die Teilnahmen an einer Beratung an.  Workshops hingegen können Kosten verursachen. Informationen auch über Zuschüsse erhalten Sie bei dem Beratungsgespräch.

 
 

Ernährungsberatung

 
 

Ernährungsberatung

Die klassische Ernährungsberatung wendet sich an gesunde Menschen, die aktuelle Informationen und Entscheidungshilfen zu Lebensmitteln, ihrem Essverhalten und der Reduzierung von Risikofaktoren wünschen. Sie hat zum Ziel, langfristig die Gesundheit und die Leistungsfähigkeit durch bedarfsgerechte Ernährung zu erhalten und zu steigern.

 
 

Ablauf Checkliste

    • Kontakt mit Beratungsstelle aufnehmen. Beratungsstellen finden Sie auf unserer Internetseite im Mitgliederverzeichnis
    • Erstgespräch führen (kann telefonisch oder via E-Mail stattfinden). 
    • Die Beratungssammelstelle findet für Sie das passende Angebot in Ihrer Nähe.
    • Kontakt zu Ernährungsberatung aufnehmen.
    • Gemeinsam mit ihrem Ansprechpartner abklären, wann Sie am gewünschten Angebot teilnehmen können, welche Voraussetzungen Sie dafür erfüllen müssen und wie die Maßnahme abläuft. Ebenso werden mit Ihnen mögliche Kosten besprochen.

Im Rahmen der Vorbeugung (Prävention § 20 SGB V) bezuschussen zahlreiche Krankenkassen diese Maßnahme.

 
 
 
 

/ Die Therapieformen bei Essstörungen

Zur Behandlung von Essstörungen können verschiedene Behandlungskonzepte zur Anwendung kommen. Übergeordnetes Ziel der Therapie ist die möglichst vollständige Wiederherstellung der normalen physischen und psychischen Funktionen des Patienten. Die wichtigste Voraussetzung für die Wirksamkeit einer Therapie ist die korrekte Diagnose, die Akzeptanz des Patienten, das er an einer Krankheit leidet und die Bereitschaft Hilfe anzunehmen.

 
 

Ambulante Therapieformen

  • Psychotherapie
  • Gruppentherapie
  • Therapeutische Nachsorge


Stationäre Therapieformen 

  • Kliniken mit breiten integrierten bzw. interdisziplinären Therapieangeboten
  • Therapeutische Wohngemeinschaften
 
 

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