• Günter Reich, Antje von Boetticher

    Hungern, um zu leben – die Paradoxie der Magersucht

    Psychodynamische und familientherapeutische Konzepte

    Anorexie stellt sich als vielschichtiges Krankheitsgeschehen dar, bei dem soziale, psychische, familiendynamische und somatische Einflüsse ineinander wirken. In der psychotherapeutischen Behandlung müssen alle diese Ebenen berücksichtigt werden. Günter Reich und Antje von Boetticher beschreiben ausführlich psychodynamische und familientherapeutische Behandlungsansätze und beziehen die oft schwerwiegenden Auswirkungen der somatischen Ebene in die Therapiekonzeption ein. Anorexie wird dabei als ein Kampf um die Wahrung der Grenzen des Subjekts gegenüber der Außenwelt und dem eigenen Körper verstanden. Anhand konkreter Falldarstellungen aus ihrer langjährigen Praxis verdeutlichen Reich und von Boetticher, wie das Essverhalten und das Körperbild in das psychodynamische sowie familien- und paartherapeutische Vorgehen eingebunden werden können. Auch findet hier die Anorexie bei männlichen Jugendlichen und Männern Beachtung.

    ISBN: ISBN 978-3-8379-2443-5

  • Essstörungen – Heilung ist möglich

    Renate Feistner

    Essstörungen – Heilung ist möglich

    Die Autorin veröffentlicht ihr drittes Buch als Erfahrungsschatz aus ihrer langjährigen ambulanten Arbeit mit Patienten*innen, die an Essstörungen leiden, und macht Kollegen*innen Mut für die Behandlung dieses Störungsbildes. Essstörungen seien komplexe psychosomatische Erkrankungen, die von Fachleuten in der Beratung und Behandlung viel Kompetenz und Motivationsvermögen einfordern. Leider erhielten viele Betroffene oft pessimistische Sichtweisen über ihre Heilungschancen, viele Therapeuten*innen lehnten die Behandlung von Betroffenen aufgrund der negativen Prognose des Genesungsprozesses ab.

    Die Autorin veröffentlicht ihr drittes Buch als Erfahrungsschatz aus ihrer langjährigen ambulanten Arbeit mit Patienten*innen, die an Essstörungen leiden, und macht Kollegen*innen Mut für die Behandlung dieses Störungsbildes. Essstörungen seien komplexe psychosomatische Erkrankungen, die von Fachleuten in der Beratung und Behandlung viel Kompetenz und Motivationsvermögen einfordern. Leider erhielten viele Betroffene oft pessimistische Sichtweisen über ihre Heilungschancen, viele Therapeuten*innen lehnten die Behandlung von Betroffenen aufgrund der negativen Prognose des Genesungsprozesses ab. Daher gibt dieses Buch der Nürnberger Psychotherapeutin eine optimistische Haltung für die störungsbezogene Behandlung mit besonderer Beachtung der individuellen Entwicklung und der Ressourcen der Betroffenen. Zu den wichtigen Elementen einer erfolgreichen Behandlung gehörten die Normalisierung des Essverhaltens und des Körpergewichts, das Erkennen der Funktionalität der Essstörung als Bewältigungsstrategie einer Krise oder eines Konfliktes, Entwicklung neuer Lösungen anstatt der Essstörung, Verbesserung der Beziehung zum Körper sowie den Aufbau eines „Inneren Dialogs“ zur Steigerung des Selbstwerts. Die wichtigsten Heilungsfaktoren werden vorgestellt: 1. Entscheidung zur Veränderung aus eigenem Antrieb mit klarer Zieldefinition 2. Selbstverpflichtung (Commitment) und Durchhaltevermögen (Ausdauer) 3. Bereitschaft, neue konkrete Verhaltensweisen aufzubauen (Intensions-implementierung) 4. Erhöhe Anstrengungsbereitschaft und Frustrationstoleranz in Bezug auf Rückfälle 5. Sichere frühe Bindungsbeziehung zwischen Eltern und Kind 6. Selbstregulationsfähigkeiten der Betroffenen 7. Selbstwirksamkeitserwartungen der Betroffenen (Ermutigungen zur Genesung) 8. Mut und Tapferkeit, Hoffnung und Zuversicht Die Hindernisse des Heilungsprozesses werden ausführlich dargestellt: Missachtung der therapeutischen Absprachen, psychiatrische Begleiterkrankungen und medizinische Komplikationen, Familienprobleme, keine Unterstützung durch das soziale Umfeld sowie ungünstige berufliche Belastungen. Die Autorin betont die Bedeutung eines guten therapeutischen Bündnisses für ein positives Therapieergebnis. Zusätzlich ist die Fähigkeit der Therapeuten*innen in der Ressourcen-aktivierung bedeutsam, um die Probleme hinter der Essstörung zu bewältigen. Die Praxisnähe dieses Buches zeigt sich auch in den Interviews mit drei erfahrenen Therapeutinnen mit verschiedenen Fragestellungen zum Heilungsprozess. Das Besondere an diesem Praxishandbuch ist der Fragebogen zu Heilungskriterien mit sechs verschiedenen Bereichen (Essverhalten, Einstellung zum Körper, physische Genesung, psychologische Genesung, Umgang mit Emotionen, soziale Beziehungen), der während der Behandlung den Stand der Genesung gut abbildet. Somit kann auch der Heilungsgrad bestimmt werden. Im letzten Kapitel geht es um Rückfälle und Therapieabbrüche, die bei ca. 30% der Fälle vorliegen. Die Behandlungsdauer wird auf 5-7 Jahre angesetzt, d.h. viel Geduld von Seiten der Patienten und der Therapeuten ist notwendig. Dieses Praxishandbuch mit 304 Seiten gibt viel Optimismus für Betroffene und Therapeuten*innen. Es ist ein sehr aufbauendes, praxisnahes Kompendium mit vielen Anregungen für die Arbeit mit diesem Störungsbild, - auch für junge Kollegen*innen mit noch wenig Erfahrung in diesem Bereich. Zu den bisher erschienenen Manualen zur Behandlung der Essstörungen ist dieses Werk eine sehr hilfreiche und nützliche Erweiterung und Pflichtlektüre für alle, die mit diesem Schwerpunkt arbeiten. Dr. Doris Weipert, Wiesbaden

    ISBN: ISBN: 978-3-608-89205-5

  • Therapie der Essstörung durch Emotionsregulation

    Dr. Valerija Sipos

    Therapie der Essstörung durch Emotionsregulation

    Emotionsregulation ist ein wesentlicher Faktor bei der Entstehung und Aufrechterhaltung einer Essstörung. Dieses an der Universität zu Lübeck entwickelte und erprobte Manual zeigt, wie durch die Verbesserung der Emotionsregulation die Essstörung überwunden werden kann.

    Psychoedukative Inhalte und therapeutische Interventionen werden ebenso beschrieben wie die Besonderheiten der Behandlung von Jugendlichen und das Management von Problemsituationen mit essgestörten Patientinnen. Das Buch richtet sich an Therapeuten, Ärzte, Pflegepersonal, aber auch an Patientinnen, die den ersten Teil als Selbsthilfemanual einsetzen können. Arbeitsmaterialien für die therapeutische Arbeit stehen über ContentPLUS zur Verfügung.

    ISBN: 978-3-17-020998-5

  • Engel haben keinen Hunger (nur Teaser)

    Brigitte Biermann

    Engel haben keinen Hunger

    »Die Geschichte von Katrins Magersucht – klar in der Sprache, unprätentiös und zurückhaltend.«

    Berliner Zeitung Gestützt auf Katrins Tagebücher und Gespräche mit Eltern und Freundinnen, erzählt Brigitte Biermann vom verzweifelten Kampf gegen die unheimliche Krankheit, den Katrin und ihre Familie, Ärzte, Psychologen und Therapeuten schließlich verloren haben. Katrin L. ist 15 Jahre alt, sportlich, kreativ, gescheit und allseits beliebt. Von der Zukunft hat sie klare Vorstellungen: Sie möchte Model werden. Doch Katrin fühlt sich dafür zu dick. Was zunächst mit einer harmlosen Diät beginnt, entwickelt sich bald zu einer gefährlichen Sucht, aus der es keinen Ausweg gibt.

    ISBN: 978-3-407-75530-8

  • Magersüchtig - Eine Therapeutin und Betroffene berichten

    Monika Gerlinghoff

    Magersüchtig - Eine Therapeutin und Betroffene berichten

    Das Rätsel der Magersucht ist für Außenstehende kaum zu ergründen. Junge Menschen geraten in eine Hungerwelt und hüten sie wie einen geheimen Schatz. Sie zerstören sich selbst, aber sie fühlen sich nicht krank, ganz im Gegenteil: Magersucht ist in ihrem Leben Leistungsbeweis, Macht und Stärke, vermittelt ihnen Lebenssinn und Lebensinhalt.

    Die Ärztin und Psychotherapeutin Monika Gerlinghoff hat dieses Buch zusammen mit 23 Patientinnen und zwei Müttern geschrieben. Lebendiger und unmittelbarer als in der nüchternen Sprache der Fachliteratur werden hier, von den Betroffenen selbst, Hintergrund und Verlauf dieser rätselhaften Krankheit nahe gebracht. Somit erfüllt das Buch auch den Sinn, Gefährdeten oder bereits an Magersucht Erkrankten, ihren Familien, den behandelnden Ärzten, vielleicht auch ihren Lehrern, Mitschülern und Freunden Anhaltspunkte zur Früherkennung zu geben. Ein Buch, das weder beschwichtigt noch vordergründige Erklärungsversuche anbietet, und dennoch: ein Buch gegen die Hoffnungslosigkeit. "Das Buch von Monika Gerlinghoff kann auch als Aufruf verstanden werden, gesellschaftlich festgelegte familiäre Rollen und die eigene Person in diesem System wenigstens für einen Augenblick in Frage zu stellen und zu überwinden." Herbert Backmund

    ISBN: 978-3-40722-833-3

  • Endlich frei vom Esszwang

    Renate Göckel

    Endlich frei vom Esszwang

    Wenn Essen zur Sucht wird, dann dreht sich das ganze Leben nur noch um Essen und Erbrechen, um Dickwerden und Diäten. Für die Betroffenen gibt es scheinbar keinen Ausweg aus diesem Teufelskreis. Hier kommen zwölf Frauen zu Wort, die es geschafft haben, vom Eßzwang loszukommen.

    Ihre Wege werden beschrieben und in wertvolle Ratschläge für betroffene Frauen umgewandelt. Die Beispiele zeigen, wie sich Frauen schrittweise von der Eßsucht befreien können.

    ISBN: 978-3783121377

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